Geschichte der Ettlinger Weihnachtskrippe
Mit einem Anruf von Ronald Daum dem stellvertretenden Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Ettlingen, hatte alles im Sommer 2007 begonnen. Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, eine Krippe für den Weihnachtsmarkt zu schaffen. Nichts lieber als das und so zeichnete ich 2 Entwürfe der heiligen Familie von denen die Verantwortlichen der Stadt einen auswählten. Um allen Beteiligten eine Vorstellung geben zu können, wie die Figuren später aussehen werden, schnitzte ich Maria und Josef „en miniature“. Auf einer Pressekonferenz im Oktober 2007 wurde das Konzept für eine Auffrischung des Sternlesmarkts von Frau Oberbürgermeisterin Gabriele Büssemaker der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben einem neuen Plakat sollte besonders die Krippe als Attraktion die Ettlinger Bürger sowie die Gäste aus der Region zu einem Besuch in die vorweihnachtlich dekorierte Innenstadt locken. Auf Wunsch der Verwaltung sollte ein Unikat mit einem ganz besonderen Bezug geschaffen werden: eine Krippe, die ein gebürtiger Ettlinger für Ettlingen geschaffen hat, und die nicht im Internet aus Südtirol bestellt wurde. Diese Vorgaben waren natürlich Ansporn und Verpflichtung zugleich, und so machte ich mich unverzüglich ans Werk.
Während der Arbeit an den 80 cm großen Figuren bekam ich Besuch von den Grundschülern der 1. Klasse aus Ettlingenweier, die mit ihrer Lehrerin Frau Führinger hautnah die Entwicklung einer aus Lindenholz geschnitzten Krippe verfolgen durften. Die positive Reaktion der Kinder lässt darauf schließen, dass die in bildhafter Form dargestellte Szene ihre Phantasie beflügelt und die Weihnachtsgeschichte kindgerecht vermittelt. Damit Kinderaugen leuchten, braucht es natürlich auch Farbe, für diese war Fassmaler und Vergolder Franz Schindler aus Bayern zuständig. Mit einer dezenten Lasur der Figuren sorgte er dafür, dass die Familie mit dem Stall ein stimmiges Ensemble bildet. Zu guter Letzt möchte ich mich bei den zahlreichen Sponsoren aus der Ettlinger Bevölkerung bedanken. Erst durch Ihre großzügigen finanziellen Spenden wurde ein weiterer Mosaikstein im kulturellen Kreislauf des Jahres möglich, der die Stadt bereichert und lebendig hält. In den nächsten Jahren soll die heilige Familie sukzessive um Ochs und Esel sowie Hirten und Schafe weiter vervollständigt werden.
Die Entwicklung vom Holzblock zu fertig geschnitzten Figur ist auf den folgenden Seiten dokumentiert.
Rudi Bannwarth März 2008
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